Dienstag, 5. Juli 2011

Wissenschaftlerinnen und Datenbanken

http://www.amazon.de/Black-Box-Berufung-Strategien-Professur/dp/3593393883/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1309884968&sr=8-1#reader_3593393883
S. 32

"Wissenschaftlerinnen haben ebnso die Möglichkeit, sich in Datenbanken und Netzwerken zu präsentieren. In Deutschland besteht die Datenbank habilitierter Wissenschaftlerinnen, die von der Freien Universität Berlin aufgbaut und vom Center of Excellence Women in Science übernommen wurde (www.cews.org)"

Liebe Frauen (sic!), die ihr solche Bücher schreibt, für wie doof haltet ihr eigentlich andere Frauen? Es ist ja okay, wenn man meint, gelegentlich noch besondere Hinweise für Frauen geben zu müssen, aber es ist schon ziemlich albern, wenn man die dann noch extra mit einem Symbol markiert. Aber wenn die eigentliche Mitteilung dann noch die durchschnittliche Intelligenz von habilitierten Frauen so in Frage stellt, wie im obigen Beispiel, dann fragt man sich doch wirklich, was das alles soll, außer der Reproduktion von Klischees von der armen Frau, die sich noch nicht mal im virtuellen Raum gescheit bewegen kann. Oder hat jemand überhaupt schon mal von Datenbanken gehört, wo sich nur Männer eintragen dürfen?

Auch wunderbar, noch ein Auszug aus dem Schlusswort (S. 253):
"Frauen zweifeln bei Misserfogen in Berufungsverfahren oft besonders stark an sich selbst, ihrer Leistung und Qualifikation. Das liegt auch daran, dass sie häufiger übergangen werden als Männer und weniger Unterstützung in Netzwerken erhalten."

Ich renn jetzt mal ein paar Runden schreiend um den Tisch und freue mich daran, dass ich mich mit dem Thema Berufung glücklicherweise noch ganz, ganz, ganz lange nicht und vielleicht sogar nie beschäftigen muss.

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